Mit der Investition in eine neue Mehrweg-Linie stellt die Naturkostsafterei Voelkel eine entscheidende Weiche für die Zukunft. Technik-Geschäftsführer Jacob Voelkel erläutert den Entscheidungsprozess.

FairBio: Welche Bedeutung hat die Produktverpackung im Nachhaltigkeitskonzept von Voelkel?

Jacob Voelkel: Unser Unternehmen steht seit der Gründung für Mehrwegglas. Die erheblichen Investitionen in unsere neue Mehrweglinie sind ein klares Bekenntnis für Mehrwegglas. Grundsätzlich gibt es bei uns jedoch keine unverrückbaren Dogmen. Wir stellen uns immer die Fragen was, wohin für wen? So hat Getränkekarton Gewichtsvorteile, Glas hingegen eignet sich besonders gut für Getränke mit Kohlensäure, wiegt aber mehr und geht leichter kaputt. Man muss also immer mehrere Faktoren abwägen. Wenn wir zum Beispiel ein Produkt für Kinder konzipieren, kann es sein, dass die Sicherheit des Kindes über der Energiebilanz steht.

FairBio: Ist Mehrwegglas die zukunftsfähigste Verpackungsform?

Jacob Voelkel: Glas lohnt sich immer speziell im Vergleich mit Plastik, denn Glas wird nie die Meere verseuchen. Unser Mehrweganteil für die Marke Voelkel beträgt fast 90 Prozent. Wie oft wir eine Flasche wieder befüllen können, hängt dabei vom Produkt und der Flaschengröße ab, über alle Produktgruppen hinweg liegt diese Zahl zwischen 10 und 20 Mal. Glas schützt Geschmack und Inhaltsstoffe optimal. Aber der Transport – speziell der Rücktransport des Leergutes- muss natürlich in die Gesamtrechnung einbezogen werden. Bei zu großen Distanzen verliert Glas-Mehrweg dann in der Gesamt-Energiebilanz.

FairBio: Wie hat sich der Ressourcenverbrauch mit der neuen Mehrweg-Anlage entwickelt? Haben sich die Erwartungen erfüllt?

Jacob Voekel: Ein klares Ja. Man rechnet bei einer neuen Produktionslinie mit bis zu sechs Monaten bis sie optimal eingefahren ist. Wir konnten bei unserer vierten Produktionslinie bereits nach zwei Monaten Energieeinsparungen zwischen 50 und 75 Prozent messen. Da ist also sogar noch Luft nach oben. Das Einsparpotenzial gleicht damit jetzt schon klar erkenntlich die Investitionskosten aus.

FairBio: Auf welche Weise sichert das Unternehmen eine nachhaltige Verarbeitung der Säfte?

Jacob Voekel: Die wichtigsten Elemente sind ein ressourcenschonender Transport und eine möglichst hohe Produktionstiefe. In unserem Werk finden fast alle Produktionsprozesse direkt vor Ort statt. Die Rohwaren und der Saft werden also möglichst wenig durch die Gegend gefahren. Wir haben über 80 Jahre Erfahrung mit nachhaltiger Produktion. Das sind es manchmal die Details, die den Unterschied machen.

„Mit der neuen Mehrweg-Produktionslinie konnten wir bereits nach zwei Monaten Energieeinsparungen zwischen 50 und 75 Prozent erzielen“, freut sich Jacob Voelkel, Geschäftsführer Technik in der Naturkostsafterei Voelkel.

 

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