Mit der Rewe Group verpflichtet sich nach Aldi der zweite Händler zur Einhaltung fairer Handelspraktiken entsprechend der Leitlinien der Allianz Faire und ökologische Marktwirtschaft (FÖM).

“Unser Ziel ist es, die nachhaltige und faire Zusammenarbeit mit lokalen Lieferanten und Erzeugern weiter zu intensivieren. Dafür braucht es neue Wege der Zusammenarbeit entlang der gesamten Lieferkette”, sagt Marcel Weber, Geschäftsleiter Ware Rewe Group. Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung der FÖM bekennt sich die Handelskette zum Leitbild der Allianz, die damit  einen weiteren wichtigen Erfolg erzielt.

“Der Weg hin zu einer ökologischen und fairen Marktwirtschaft kann nur als gemeinsam gestalteter Prozess aller Beteiligten gelingen. Dass mit der Rewe Group nun ein weiterer großer Einzelhändler seine Bereitschaft bekundet, diesen Weg mit uns zu gehen, ist ein wichtiges Signal”, sagt  Gepa-Geschäftsführer Peter Schaumberger. Ziel der im vergangenen Jahr gegründeten Allianz sei es, die Ideen und Prinzipien des Fairen Handels auch bis in die Zusammenarbeit mit den großen Supermarktketten zu tragen.

 

Mit dem Fokus auf Fair Trading Practices hat die FÖM ein positives Zielbild formuliert, um so den Wandel hin zu einer gerechteren Lebensmittelwirtschaft zu unterstützen und ihm eine gemeinsame Richtung zu geben. Dieser positive Ansatz versteht sich dabei bewusst als Ergänzung zu klaren gesetzlichen Regeln und Leitplanken, die weiterhin notwendig bleiben. “Die Mitglieder der FÖM freuen sich darauf, mit den Unterzeichnern der Verpflichtungserklärung ins Gespräch darüber zu kommen, wie wir Handelsbeziehungen in Zukunft partnerschaftlich und auf Augenhöhe gestalten wollen”, sagt Matthias Fiedler, Geschäftsführer des Forum Fairer Handel und Interimskoordinator der FÖM.

“Wir müssen die Mehrwerte von Bio aufzeigen”, sagt Matthias Sinn, Head of Omnichannel Category Development bei Rewe. Ich bin der festen Überzeugung, dass Bio ein wichtiges Puzzleteil für eine nachhaltige Ernährung und eine nachhaltige Landwirtschaft ist – auch damit landwirtschaftlich genutzte Böden noch in 40 Jahren bewirtschaftet werden können.” Dabei dürfe Bio jedoch nicht zu einem Statussymbol oder politisiert werden. “Wir müssen Bio massentauglich machen und hier sehe ich bei der Rewe Group als bundesweiter Nahversorger eine besondere Verantwortung.”

Für den Ausbau des Bio-Anbaus brauche es starke Partner:innen – dies ist und bleibe eine Mammut-Aufgabe, erklärt Sinn in einem aktuellen Beitrag im Rewe-Newsroom.  Das 30%-Bio-Flächenziel der Bundesregierung sei ambitioniert und brauche daher Unterstützung, um nachhaltige Ernährungsweisen weiter zu verankern. Es tue sich bereits einiges, aber noch nicht schnell genug. Deshalb brauche es eine faire gesellschaftspolitische Diskussion, ohne Scheindebatten, ohne andere Anbauweisen schlecht zu reden.

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